Geburtsstation in Schrobenhausen: 85% der Kosten übernimmt nun der Freistaat

 

Die Staatsregierung hat ein neues Förderprogramm für kleine Geburtsstationen im ländlichen Raum aufgelegt, wonach das auflaufende Defizit zu 85 Prozent vom Freistaat getragen werden soll. So Bürgermeister Karlheinz Stephan. Nun muss also der Träger des Krankenhauses nur noch 15 % zur Geburtenstation beisteuern. Damit ist das Finanzproblem der Geburtsstation behoben.

Das Problem des Fachkräftemangels besteht jedoch weiterhin. Der Bürgermeister schrieb in einer Email: „[…] An diesem Thema müssen wir weiterarbeiten. Hier sind auch lokal maßgeschneiderte Lösungen zu denken und umzusetzen. […] Die einzige Chance, die ich hier für einen Neustart sehe ist, mit besonderen Lockangeboten die Angel auszuwerfen . Das bedarf eines geschlossenen politischen Willens, dafür eventuell auch Geld in die Hand zu nehmen. Ich werde dazu in die Gespräche mit den Fraktionen im Stadtrat treten, um auszuloten, was machbar ist.“ Somit ist das Problem des Fachkräftemangels also auch schon in Bearbeitung.

Das größte Problem liegt im Moment noch in Berlin. Die Bürgermeister-Allianz kann hier erst nachlegen, wenn Klarheit über das neue Bundeskabinett besteht. Diese müssen auf die Vorgaben durch den G-BA (gemeinsamer Bundesausschuss) dahingehend einwirken, dass kleine Geburtsstationen die gegebenen Haftungsrisiken schultern können.

Zusammenfassend haben wir das Ziel noch lange nicht erreicht. Jedoch wurde bereits ein Schritt in die richtige Richtung gewagt.

@Blitzlicht der Woche vom 08.12.2017